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Android 4.2 – Die Neuerungen

Google hat vor einigen Tagen die neueste Android Version 4.2 alias “Jelly Bean” vorgestellt. Auf Computerbase.de gibt es einen übersichtlichen Artikel, der alle Neuerungen im Vergleich zur Vorgängerversion zusammenfasst und kurz erläutert.

Für das HTC Desire wird es mit Sicherheit kein offizielles Update geben, da bereits die vergangenen Versionen den Weg nicht auf unser liebstes Smartphone gefunden haben.

Hier wird sich zeigen müssen, inwiefern CustomRoms die Anpassung an das Desire vornehmen werden und wann diese erscheinen.

Welche Neuerungen gefallen euch am besten?

[Tipp] – PUK Eingabe ohne Eingabefeld

Es gibt so Tage/Abende/Nächte, da ist man aus einem oder mehreren Gründe nicht in der Lage seinen PIN richtig einzugeben. Versucht man sich dann drei mal vergeblich daran, wars das auch erstmal und man braucht seine PUK. So vergangene Nacht bei mir geschehen.

Da es der erste Vorfall dieser Art bei mir war, war ich anfangs etwas überrascht, dass ich bis auf einen Notruf-Button kein Eingabefeld für die PUK angezeigt bekommen habe. Wie nun den PIN-Code wiederherstellen? Etwas Sucherei brachte die Lösung: Die Eingabe über einen GSM-Code.

Vorgehensweise:

Den Notruf-Button anwählen, damit die Zifferntastatur erscheint. Dort dann folgenden Code eingeben und auf “Anrufen” (Hörer-Symbol) tippen.

**05* (PUK) * (Neuer PIN) * (Neuer PIN) #

Und fertig, das Handy sollte über Erfolg oder Misserfolg informieren.

[Test] – Android 4.1 alias Jelly Beans

Das Galaxy Nexus hat es schon, andere bekommen es noch. Die Rede ist vom neuesten Android Update auf Version 4.1 (Jelly Beans). Golem.de widmet der aktuellen Version einen ausführlichen Test und geht dabei auf die Neuerungen des Updates ein. Für jeden Interessierten einen Blick wert.

Unser geliebtes HTC Desire dürfte wohl kaum ein offizielles Update bekommen. Ich persönlich lege meine Hoffnungen aber in Cyanogenmod, das bereits seit einigen Monaten sehr gut auf meinem Desire läuft (in der Androidversion 2.3.7).

Welche Version nutzt ihr auf eurem Desire/Android Smartphone?

Die ewige Diskussion über die Updatepolitik

Der Smartphonemarkt. Hier herrscht ein Wettkampf um die beste Hardware, den günstigsten Preis. Nicht selten spielt dabei auch immer mehr die Aktualität des Betriebssystems eine Rolle, wenn eines dieser Smartphones den Weg in ein Testlabor eines bekannten Magazins findet. Die Unterschiede zwischen den Androidversionen werden schließlich immer deutlicher und meist unterscheiden sich aktuelle Smartphones lediglich in der eingesetzten Androidversion und den herstellerspeziefischen UI-Aufsätzen wie HTCs Sense voneinander.

Gerade diese Herstelleranpassungen machen ein zeitgleiches updaten der Smartphones “unmöglich”, bzw. erfordern zeitfressende Anpassungen der Hersteller, wenn Google eine neue Version ihres OS freigibt. Das führt nicht selten dazu, das gestern noch aktuelle Smartphonemodelle morgen schon kein Update mehr bekommen. Der Hersteller will schließlich neue Kunden generieren, denn nur durch Verkäufe werden Umsätze erzielt, nicht durch das am Leben erhalten alter Modelle mit kostspieligen Updates.

Auf zahlreichen Szeneseiten ist der Aufschrei dann groß, wenn es heißt Smartphone X bekommt Android Version Z nicht als offizielles Update. In den Kommentaren entfachen dann hitzige Diskussionen, man habe ja viel Geld in seinen mobilen Flugzeugträger investiert und nun ist er zum Sinken verdammt!

Doch wie relevant ist das auf den breiten Markt gesehen? Wird ein Smartphone gekauft, weil es in den kommenden Monaten Updates bekommt, oder ist es nicht viel entscheidender, was das Smartphone zum Kaufzeitpunkt kann? Hat man überhaupt das “Recht” sich zu beschweren, wenn ein Update für sein eigenes Smartphone nicht mehr erscheint? Warum verzichten Hersteller nicht einfach auf ihre eigenen UIs und bringen dann direkt die von Google freigegebenen Versionen? Und was kann man machen, wenn man dennoch die aktuellste Fassung des Betriebssystems nutzen möchte?

Natürlich gibt es auf Internetseiten, deren Schwerpunkt und Zielgruppe technikaffine Menschen sind, Diskussionen über Versionsnummern, Bugfixes, neue Funktionen und was das Nerd-Herz nicht noch alles begehrt. Aber interessiert sich der Durchschnitts-Mensch von nebenan beim Kauf seines Mittelklasse Smartphones wirklich, was in den kommenden Monaten auf Softwareseite passiert? Wahrscheinlich weiss dieser nichtmal, welche Version gerade auf seinem Smartphone läuft. Er wählt sich ein Gerät aus, dass ihm gefällt, erkundigt sich vllt. bei einem Bekannten, der etwas mehr Ahnung von Technik hat, was die neue Handy-Generation so kann und kauft es dann.

Wie viele Personen stören sich also bewusst daran, dass kein Update für ihr Modell erscheint? Laut eigenen Erfahrungen würde ich sagen, nur ein geringer Teil. Ich selbst bin gelernter Fachinformatiker und aktuell Student im Studiengang Medieninformatik. Zähle mich somit zu den technikinteressierten Personen. Mein Bekanntenkreis besteht durch die Ausbildung und das Studium demnach auch zu einem guten Teil aus Personen, mit dem ähnlichen Interesse. Jedoch ist die Mehrheit eher dem “Durchschnitts-User” einzuordnen.

Während wir “technikinteressierten” schon sehr bestrebt darin sind, unsere Hardware auch softwareseitig aktuell zu halten, kümmert es meine anderen Bekannten relativ wenig, was da genau auf ihrem Gerät läuft. Viele wissen einfach nichtmal, das es da unterschiedliche Versionen gibt. Man ist natürlich bestrebt seine “unwissenden” Mitmenschen aufzuklären, die meisten verstehen es aber nicht, oder ihnen ist es einfach egal: das Smartphone soll einfach funktionieren. Das wars. Und ist es nicht so, dass es die meisten Smartphones auch bereits mit der ausgelieftern Version des OS tun? Wählt man nicht ein Gerät aus, das bereits beim Kauf all das liefert, was man braucht? Auch hier würde ich sagen: ja. Als ich im Sommer 2010 mein HTC Desire kaufte, war für mich erstmal entscheidend, was das Gerät kann und nicht was es evtl. in den kommenden Monaten können könnte. Darunter viel auch die Offenheit für Android, die es mir erleichtert Änderungen am System relativ leicht vornehmen zu können, was natürlich auch Aktualisierungen des Betriebssytems betrifft.

Für den Hersteller macht das nun auf den ganzen Markt gesehen also eher einen geringen Teil von Personen aus, die bewusst auf ein Update warten oder hoffen. Ist es da nicht verständlich, wenn ein Unternehmen sagt, wir bringen kein Update heraus? Ich sehe die Updatepolitik eines Herstellers, wenn dieser konsequent auch ältere Modelle unterstützt, eher als Pluspunkt und die umgekehrte Situation nicht als Negativpunkt, wenn es ein Hersteller nicht tut. Denn schließlich habe ich für das Gerät bezahlt und es liefert die Funktionen, für die ich das Geld auch ausgegeben habe. Ein Hersteller wirbt nur selten damit, dass das beworbene Smartphone auch die kommenden Monate und Jahre mit Updates versorgt wird. Ich habe demnach also gar kein “Recht” mich zu beschweren und zu jammern. Oder?

Der nächste Punkt wäre die Argumentation, dass Hersteller doch auf ihre eigenen UI-Aufsätze verzichten könnten und somit leichter die von Google zur Verfügung gestellten Androidversionen an ihre Modelle anpassen und veröffentlichen könnten. Hier kommt der Punkt der Individualität zum tragen. Wie bereits oben erwähnt, unterscheiden sich heut zu Tage die meisten Smartphones unterschiedlicher Hersteller eher durch diese UIs als durch die Hardware. Die Hersteller versuchen damit also im Markt aufzufallen. Verständlich. Dieser Punkt wird sich aber laut einigen Meldungen mit der kommenden Androidversion 4.0 ändern, denn Google schreibt den Herstellern nun vor, dass die UI nicht verändert werden kann, der Standard von Google wird Pflicht. Wie sich das auf die Updatepolitik auswirkt, bleibt noch offen.

Was machen nun Personen, die gerne ein Update haben wollen aber offiziell keines bekommen? Da es sich hier in der Regel um die technisch etwas interessierten Menschen handelt, werdend diese auf CustomRoms zurückgreifen. Das sind eigene Androidversionen, basierend auf den ausgelieferten Fassungen von Google, angepasst von fleißigen Entwicklern und veröffentlich für eine Vielzahl von Geräten. Ein sehr bekanntes Beispiel ist hier CyanogenMod. Alles ist hierbei natürlich inoffiziell aber kostenlos. Wer also wirklich neue Funktionen der kommenden Androidversionen nutzen möchte, findet im Bereich der CustomRoms sicher was passendes für sich. Das Aufspielen dieser Roms ist in der Regel jedoch mit einem Garantiverlust verbunden. Dank zahlreicher Anleitungen, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehe, ist aber ein reibungsloser Ablauf fast garantiert, auch im Falle eines Schadens. Es gibt für (fast) alles das passende Mittel.

Was schließe ich persönlich also für mich daraus? Ich kann Diskussionen zu fehlenden Updates in diversen Meinungsportalen und Foren verstehen, finde aber, man sollte diese ganze Sache nicht überbewerten. Bringt ein Hersteller regelmäßig Updates auch für etwas angestaubte Modelle (dazu zählt heut zu Tage ja bereits ein Smartphone das älter als sechs Monate ist), ist es ein großer Pluspunkt für den Hersteller und macht diesen sicher interessanter. Tut das ein Hersteller aber nicht, macht ihn das meiner Meinung nach nicht schlecht, denn die Situation dahinter ist für mich nachvollziehbar und wenn ich trotzdem unbedingt die neuen Einstellungen, Effekte und Funktionen einer für mein Gerät nicht mehr zugänglich gemachten Androidversion haben möchte, werfe ich eben einen Blick auf die freiwilligen Entwickler, die sich bei ihren CustomRoms viel Mühe geben. Aktuell läuft bei mir nämlich seit Monaten die neueste CyanogenMod Fassung (mit dem aktuellsten verfügbaren Android) und es gibt nichts, was ich hier vermisse. Ganz ohne Hetzerei über die Updatepolitik von HTC.

Anmerkung: Ich schließe bei den genannten Updates solche aus, die sich auf die Schließung von gravierenden Sicherheitslücken beziehen! Bei solchen Updates steht meiner Meinung nach jeder Hersteller in der Pflicht, sich um ein entsprechendes Update für seine Smartphones zu kümmern!