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Die ewige Diskussion über die Updatepolitik

Der Smartphonemarkt. Hier herrscht ein Wettkampf um die beste Hardware, den günstigsten Preis. Nicht selten spielt dabei auch immer mehr die Aktualität des Betriebssystems eine Rolle, wenn eines dieser Smartphones den Weg in ein Testlabor eines bekannten Magazins findet. Die Unterschiede zwischen den Androidversionen werden schließlich immer deutlicher und meist unterscheiden sich aktuelle Smartphones lediglich in der eingesetzten Androidversion und den herstellerspeziefischen UI-Aufsätzen wie HTCs Sense voneinander.

Gerade diese Herstelleranpassungen machen ein zeitgleiches updaten der Smartphones „unmöglich“, bzw. erfordern zeitfressende Anpassungen der Hersteller, wenn Google eine neue Version ihres OS freigibt. Das führt nicht selten dazu, das gestern noch aktuelle Smartphonemodelle morgen schon kein Update mehr bekommen. Der Hersteller will schließlich neue Kunden generieren, denn nur durch Verkäufe werden Umsätze erzielt, nicht durch das am Leben erhalten alter Modelle mit kostspieligen Updates.

Auf zahlreichen Szeneseiten ist der Aufschrei dann groß, wenn es heißt Smartphone X bekommt Android Version Z nicht als offizielles Update. In den Kommentaren entfachen dann hitzige Diskussionen, man habe ja viel Geld in seinen mobilen Flugzeugträger investiert und nun ist er zum Sinken verdammt!

Doch wie relevant ist das auf den breiten Markt gesehen? Wird ein Smartphone gekauft, weil es in den kommenden Monaten Updates bekommt, oder ist es nicht viel entscheidender, was das Smartphone zum Kaufzeitpunkt kann? Hat man überhaupt das „Recht“ sich zu beschweren, wenn ein Update für sein eigenes Smartphone nicht mehr erscheint? Warum verzichten Hersteller nicht einfach auf ihre eigenen UIs und bringen dann direkt die von Google freigegebenen Versionen? Und was kann man machen, wenn man dennoch die aktuellste Fassung des Betriebssystems nutzen möchte?

Natürlich gibt es auf Internetseiten, deren Schwerpunkt und Zielgruppe technikaffine Menschen sind, Diskussionen über Versionsnummern, Bugfixes, neue Funktionen und was das Nerd-Herz nicht noch alles begehrt. Aber interessiert sich der Durchschnitts-Mensch von nebenan beim Kauf seines Mittelklasse Smartphones wirklich, was in den kommenden Monaten auf Softwareseite passiert? Wahrscheinlich weiss dieser nichtmal, welche Version gerade auf seinem Smartphone läuft. Er wählt sich ein Gerät aus, dass ihm gefällt, erkundigt sich vllt. bei einem Bekannten, der etwas mehr Ahnung von Technik hat, was die neue Handy-Generation so kann und kauft es dann.

Wie viele Personen stören sich also bewusst daran, dass kein Update für ihr Modell erscheint? Laut eigenen Erfahrungen würde ich sagen, nur ein geringer Teil. Ich selbst bin gelernter Fachinformatiker und aktuell Student im Studiengang Medieninformatik. Zähle mich somit zu den technikinteressierten Personen. Mein Bekanntenkreis besteht durch die Ausbildung und das Studium demnach auch zu einem guten Teil aus Personen, mit dem ähnlichen Interesse. Jedoch ist die Mehrheit eher dem „Durchschnitts-User“ einzuordnen.

Während wir „technikinteressierten“ schon sehr bestrebt darin sind, unsere Hardware auch softwareseitig aktuell zu halten, kümmert es meine anderen Bekannten relativ wenig, was da genau auf ihrem Gerät läuft. Viele wissen einfach nichtmal, das es da unterschiedliche Versionen gibt. Man ist natürlich bestrebt seine „unwissenden“ Mitmenschen aufzuklären, die meisten verstehen es aber nicht, oder ihnen ist es einfach egal: das Smartphone soll einfach funktionieren. Das wars. Und ist es nicht so, dass es die meisten Smartphones auch bereits mit der ausgelieftern Version des OS tun? Wählt man nicht ein Gerät aus, das bereits beim Kauf all das liefert, was man braucht? Auch hier würde ich sagen: ja. Als ich im Sommer 2010 mein HTC Desire kaufte, war für mich erstmal entscheidend, was das Gerät kann und nicht was es evtl. in den kommenden Monaten können könnte. Darunter viel auch die Offenheit für Android, die es mir erleichtert Änderungen am System relativ leicht vornehmen zu können, was natürlich auch Aktualisierungen des Betriebssytems betrifft.

Für den Hersteller macht das nun auf den ganzen Markt gesehen also eher einen geringen Teil von Personen aus, die bewusst auf ein Update warten oder hoffen. Ist es da nicht verständlich, wenn ein Unternehmen sagt, wir bringen kein Update heraus? Ich sehe die Updatepolitik eines Herstellers, wenn dieser konsequent auch ältere Modelle unterstützt, eher als Pluspunkt und die umgekehrte Situation nicht als Negativpunkt, wenn es ein Hersteller nicht tut. Denn schließlich habe ich für das Gerät bezahlt und es liefert die Funktionen, für die ich das Geld auch ausgegeben habe. Ein Hersteller wirbt nur selten damit, dass das beworbene Smartphone auch die kommenden Monate und Jahre mit Updates versorgt wird. Ich habe demnach also gar kein „Recht“ mich zu beschweren und zu jammern. Oder?

Der nächste Punkt wäre die Argumentation, dass Hersteller doch auf ihre eigenen UI-Aufsätze verzichten könnten und somit leichter die von Google zur Verfügung gestellten Androidversionen an ihre Modelle anpassen und veröffentlichen könnten. Hier kommt der Punkt der Individualität zum tragen. Wie bereits oben erwähnt, unterscheiden sich heut zu Tage die meisten Smartphones unterschiedlicher Hersteller eher durch diese UIs als durch die Hardware. Die Hersteller versuchen damit also im Markt aufzufallen. Verständlich. Dieser Punkt wird sich aber laut einigen Meldungen mit der kommenden Androidversion 4.0 ändern, denn Google schreibt den Herstellern nun vor, dass die UI nicht verändert werden kann, der Standard von Google wird Pflicht. Wie sich das auf die Updatepolitik auswirkt, bleibt noch offen.

Was machen nun Personen, die gerne ein Update haben wollen aber offiziell keines bekommen? Da es sich hier in der Regel um die technisch etwas interessierten Menschen handelt, werdend diese auf CustomRoms zurückgreifen. Das sind eigene Androidversionen, basierend auf den ausgelieferten Fassungen von Google, angepasst von fleißigen Entwicklern und veröffentlich für eine Vielzahl von Geräten. Ein sehr bekanntes Beispiel ist hier CyanogenMod. Alles ist hierbei natürlich inoffiziell aber kostenlos. Wer also wirklich neue Funktionen der kommenden Androidversionen nutzen möchte, findet im Bereich der CustomRoms sicher was passendes für sich. Das Aufspielen dieser Roms ist in der Regel jedoch mit einem Garantiverlust verbunden. Dank zahlreicher Anleitungen, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehe, ist aber ein reibungsloser Ablauf fast garantiert, auch im Falle eines Schadens. Es gibt für (fast) alles das passende Mittel.

Was schließe ich persönlich also für mich daraus? Ich kann Diskussionen zu fehlenden Updates in diversen Meinungsportalen und Foren verstehen, finde aber, man sollte diese ganze Sache nicht überbewerten. Bringt ein Hersteller regelmäßig Updates auch für etwas angestaubte Modelle (dazu zählt heut zu Tage ja bereits ein Smartphone das älter als sechs Monate ist), ist es ein großer Pluspunkt für den Hersteller und macht diesen sicher interessanter. Tut das ein Hersteller aber nicht, macht ihn das meiner Meinung nach nicht schlecht, denn die Situation dahinter ist für mich nachvollziehbar und wenn ich trotzdem unbedingt die neuen Einstellungen, Effekte und Funktionen einer für mein Gerät nicht mehr zugänglich gemachten Androidversion haben möchte, werfe ich eben einen Blick auf die freiwilligen Entwickler, die sich bei ihren CustomRoms viel Mühe geben. Aktuell läuft bei mir nämlich seit Monaten die neueste CyanogenMod Fassung (mit dem aktuellsten verfügbaren Android) und es gibt nichts, was ich hier vermisse. Ganz ohne Hetzerei über die Updatepolitik von HTC.

Anmerkung: Ich schließe bei den genannten Updates solche aus, die sich auf die Schließung von gravierenden Sicherheitslücken beziehen! Bei solchen Updates steht meiner Meinung nach jeder Hersteller in der Pflicht, sich um ein entsprechendes Update für seine Smartphones zu kümmern!

Proporta – Neuer Partner von meinDesire

Mit Freude darf ich heute den ersten offiziellen Partner von meinDesire vorstellen: Proporta.

Proporta stellt seit dem Jahre 1996 preisgekröntes Zubehör für alle gängigen mobilen Geräte her – PDA´s, Smartphones, Handys, Laptops, Netbooks, Kameras, Notebooks, iPods und iPads. Doch auch wenn es um Ladelösungen für Unterwegs geht ist Proporta unschlagbar.

Proporta wird mich beim Testen von Zubehör für das HTC Desire unterstützen und stellt mir zu diesem Zweck Produkte für Tests bereit. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Proporta für die Unterstützung und das Vertrauen. Die Webseite und der Shop sind erreichbar unter www.proporta.de.

Den Anfang wird eine weitere Displayschutzfolie für das HTC Desire machen. Laut Beschreibung soll es sich dabei um die „aktuell beste Schutzfolie“ handeln. Im kommenden Test werde ich prüfen, ob die Aussage der Wahrheit entspricht.

Zusammenfassung aller Zubehör-Testberichte

Im Laufe der Zeit habe ich bereits einiges an Zubehör für das HTC Desire getestet und in einigen Artikeln meine Erfahrungen zusammengefasst. An dieser Stelle möchte ich diese Artikel nochmal als Übersicht für alle Interessenten zusammenfassen.

Welche Themen bzw. welches Zubehör interessiert euch sonst? Für welches Zubehör wünscht ihr euch einen Test- und/oder Erfahrungsbericht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Testbericht – HTC Desire Dockingstation

Publiziert am 17. März 2011 von FrAGgi

Schnell am Netz und gut im Blick Das Desire schnell am PC anschließen und angenehm damit arbeiten? Oder das Smartphone als Wecker neben das Bett stellen und die Uhrzeit immer im Blick haben? Mit Hilfe einer Dockingstation ist das leicht … Weiterlesen →

Testbericht – KFZ-Halterung für das HTC Desire

Publiziert am 4. Februar 2011 von FrAGgi

Zuverlässiger Halt für unterwegs Wer sein Desire auch mal als Navigation im Auto einsetzen will, kommt nicht um eine KFZ-Halterung vorbei, mit deren Hilfe sich das Desire ähnlich einem Navigationsgerät an der Frontscheibe befestigen lässt. In diesem Testbericht stell ich … Weiterlesen →

Testbericht – HTC Desire Bluetooth Headset

Publiziert am 1. November 2010 von FrAGgi

Telefonieren im Auto leicht gemacht. Heute werfe ich einen Blick auf das HTC Desire Bluetooth Headset B-Speech ISAS, dass zu einem günstigen Preis von rund 13,19€ erhältlich ist und deshalb als Einsteigermodell zu werten ist. Ob sich der günstige Preis … Weiterlesen →

Testbericht – Case-mate – HTC Desire Schutzhülle

Publiziert am 25. Juli 2010 von FrAGgi

Wer sein HTC Desire komplett einpacken möchte, findet mit den Schutzhüllen von Case-Mate auch guten Schutz für die Rückseite des Gerätes. Im nachfolgenden Test finden sich einige wichtige Punkte zum Produkt. Weiterlesen →

Testbericht – Das original YAYAYGO Starter Set – Desire Tasche

Publiziert am 24. Juli 2010 von FrAGgi

Die erste Anschaffung für mein Desire die ich getätigt habe war eine passende Tasche. Nach einigen stöbern entschied ich mich für die Tasche aus dem YAYAYGO Starter Set für 8,90€ + 4,90€ versand. Nachfolgend schildere ich den Inhalt des Sets, sowie die Qualität und den Nutzen der enthaltenen Artikel. Weiterlesen →

Testbericht – FX-CLEAR Displayschutzfolie für HTC Desire

Publiziert am 22. Juli 2010 von FrAGgi

Wer zu den glücklichen Besitzern eines Desires gehört, der möchte sein liebgewonnenes Gerär auch vor bösen Mächten von außerhalb schützen. Einen guten Anfang macht man an dieser Stelle mit der FX-Clear Displayschutzfolie. Weiterlesen →

Gingerbread Update für HTC Desire veröffentlicht

android-update-meindesire.deHTC hat das bereits vor Monaten angekündigte Android Update auf Version 2.3.3 alias Gingerbread für das Desire veröffentlicht. Doch anders als gedacht erscheint das Update nicht „Over the air„, sondern lässt sich nur manuelle auf der Entwicklerseite herunterladen und installieren.

Das Update verzichtet auf einige HTC eigene Apps, laut Entwickler aufgrund des geringen internen Speichers des Desires. Die Anwendungen lassen sich jedoch auf der HTC Seite sowie aus dem Android Market nachträglich herunterladen.

Da es sich nicht um ein „normales“ Update handelt, rät HTC den Nutzern vor der Installation alle Daten zu sichern, da diese, ausgeschlossen der Daten auf der SD-Karte, gelöscht werden.

Laut dem Entwickler sollen keine „normalen“ Updates mehr für das HTC Desire folgen. Hier scheint man, wie die meisten Hersteller, darauf zu zielen, den Kunden neue Smartphones verkaufen zu wollen anstatt „alte“ bis zum Limit zu pflegen. Sicherlich ein Grund zur Aufregung und ein weiterer Grund sich mit CustomROMs zu beschäftigen.

Weitere Statements von HTC werden sicherlich noch folgen.

NACHTRAG:

Wie man aus mehreren Quellen liest, führt die Installation des Updates zum Garantieverlust! Also sollte jeder gut überlegen, ob er die Installation durchführen will oder nicht. Darüber hinaus gibt HTC an, dass nach dem Update einige Basisfunktionen wie der SMS Empfang unter Umständen nicht funktionieren können.

Warum HTC für solch ein zusammengefrickeltes Update solche Mengen an Zeit investiert hat, bleibt fraglich. Der Nutzen dürfte sich in Grenzen halten, da zahlreiche CustomROMs zeigen, wie es besser geht.